Historie.

Es ist von den ersten Bewohnern der Insel  nichts bekannt. Das Formentera aber schon früh bewohnt war, ist aus dem heute noch zu besichtigenden Megalithengrab bei Es Pujols zu ersehen. Der Weg zu dem Megalithengrab, nur wenige Kilometer nordwestlich von Es Pujols, ist seit neustem gut ausgeschildert. Die Grabanlage wurde 1974 freigelegt. Mit der Entdeckung Ca Na Costa gelang es erstmals zu belegen, dass Formentera bereits in vorgeschichtlicher Zeit bewohnt war. Man vermutet, dass es ca. 1800 v. Chr. oder frühe von Steinzeitmenschen errichtet wurde.  

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Anfahrt: Verlassen Sie den Ort Richtung Salinen (nordwestliche Richtung) nach ungefähr einem Kilometer folgen Sie dem Wegweiser nach links und fahren weiter in Richtung Estany Pudent. Die Anlage befindet sich zwischen dem Salzsee und der Landstrasse.

Anhand der archäologischen Funde weiß man, dass auf der Insel Phönizier, Griechen und Karthager zeitweise gelebt haben.

Zu ihrer Zeit war Formentera eine gut geführte Insel, Handelsstützpunkt und Stützpunkt für Kriegszüge.

123 v. Chr. wurden die Karthager durch die Römer besiegt (3. Punische Kriege). Die Römer förderten den Ausbau von Handel und Landwirtschaft.

902 n. Chr. eroberten die Mauren (Araber) die Insel und blieben ca. 350 Jahre.

In der Architektur und Musik von Formentera findet man jetzt noch ihre Spuren.  

Erst 1246 wird Formentera erstmals in den Geschichtsbüchern erwähnt, als es mit der Grafschaft Barcelona und dem Reich von Aragon vereinigt wurde. Im 13. und 14. Jahrhundert wurde die Insel nur von wenigen Familien bewohnt und Ende des 14. Jahrhunderts bis Anfang des 18. Jahrhunderts aufgrund der vielen Piratenüberfälle verlassen. Nach der Wiederbesiedlung Anfang des 18. Jahrhunderts wurden die heute noch stehenden vier Wachtürme an strategischen Punkten gebaut. Von diesen Türmen konnte von allen Seiten das Meer nach feindlichen Flotten abgesucht und die Bevölkerung durch Rauch und Feuerzeichen gewarnt werden. Die Legende berichtet über einen alten Brauch der Nachrichtenübermittlung zwischen den weit verstreuten Höfen: die gerufene Nachricht von Nachbar zu Nachbar. Wenn dann die Nachricht zum letzten Empfänger gelangte, so schrieb dieser sie auf einen Zettel und heftete ihn an einen Baum oder Strauch, denn der Aberglaube besagte, dass der, der eine schlechte Nachricht nicht weitergab, noch im Laufe des Jahres sterben würde.

Die Kirche in Sant Francesc wurde im Jahre 1738 als Wehrkirche gebaut und mit einer Artillerie bestückt. Sie diente den Frauen und Kindern vor den plündernden arabischen und türkischen Piraten. Gleichzeitig war sie Kommunikationszentrum und Verwalungsort der Insel und gab den wenigen Reisenden Unterkunft.

1818 trennte sich Formentera von der Gemeinde Ibiza und ist nun ein selbständiger Landkreis.  

 

Geschichte der Pityusen

 

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