KGV. Westend e.V. 1913 Anlage 1A Garten - Tipp's

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Der Gartenteich

Auf Wunsch noch mal in Kurzfassung.

Die Kautschukfolie ist zwar ein wenig teurer, aber sie hat gegenüber der üblichen
Kunststoff-Folie einen wesentlichen Vorteil. Sie ist sehr flexibel. Es handelt sich um
das gleiche Material wie beim Fahrradschlauch. Dadurch ist es sehr gut zu verlegen,
und auch vor Durchwurzelung braucht man keine Angst mehr haben. Selbst Wühlmäuse lassen diese Folie in Ruhe.
Jetzt aber zum Anlegen. Wir sind da ganz unbelastet an die Sache herangegangen. Erst haben wir einen netten Standort gesucht. Halbschatten hielten wir für angebracht.
Dann haben wir ungefähr ausgemessen, wie viel Folie wir benötigen. Man sollte allerdings immer einen kräftigen Sicherheitszuschlag einplanen. Eine Faustregel ist in etwa Länge vom Teich und zwei mal die Tiefe und zwei mal der Rand. Beider Breite ist es
genau so. Okay, Größe stimmt, Standort korrekt, also Foliebestellen.
Also das Loch war fertig. Jetzt die Folie rein. Durch die Anpassungsfähigkeit des Kautschuks ging das einfacher, als wir dachten. Nach etwa 30 Min. konnten wir schon Wasser einfüllen. Durch den Wasserdruck presste sich die Folie schön glatt
an die Teichwände. In der Zeit, wo das Wasser eingefüllt wird, sollte man ständig die Folie einwenig nachziehen, da das Gewicht des Wassers die Folie immer ein bisschen nach unten zieht.
Als der Teich dann endlich voll war, haben wir uns um den Rand gekümmert. Am günstigsten ist es, eine kleine Wulst um den Teich herum anzulegen. An der tiefsten Stelle haben wir noch einen Überlauf eingebaut und diesen mit Sumpfpflanzen bestückt. So kann der Teich bei starkem Regen kontrolliert überlaufen und versumpft nur eine
bestimmte Zone. So, nun noch etwas Erde und Natursteine auf den Rand zur Befestigung und die restliche Folieabgeschnitten. 
Noch ein kleiner Tipp: Die Randbepflanzung sollte nie eine Verbindung der Erde mit dem Wasserherstellen. Sonst entsteht der sogenannte Kapillareffekt, und der Teich verliert ständig Wasser. Deshalb auch die Wulst. An ihr kann man die rankende Randbepflanzung immer sauber abschneiden.

 

Die Hitze kommt: Was tun, damit der Gartenteich nicht "umkippt"?

Die Sommermonate werden zur Belastungsprobe für den Gartenteich: Die
Wärme senkt den Sauerstoffgehalt des Wassers und erhöht gleichzeitig die
Gefahr der Überdüngung. Abhilfe schaffen eine gute Belüftung sowie
Teichfilter. Wichtig ist die Kontrolle des Fischbestandes: Pro
Kubikmeter Wasser ist ein Besatz mit maximal drei Tieren - mit einer
Gesamtlänge von 25 Zentimetern - empfehlenswert.

Ein bedeutender Auslöser der Probleme sind die Ausscheidungen der
Fische. Sie erhöhen das Nährstoffangebot im Wasser und fördern das
Algenwachstum. Im weiteren Prozess werden dann absterbende Algen, aber
auch Fischfutter, von Mikroorganismen zerlegt. Bei diesem Prozess wird
Sauerstoff verbraucht, der schließlich den Fischen fehlt. Außerdem
entsteht das für die Tiere giftige Abbauprodukt Ammoniak.

In der heißen Jahreszeit ist die Gefahr der Überdüngung, der so
genannten Eutrophierung, besonders hoch. Die tagsüber schnelle Erwärmung
des Teichwassers regt das Algenwachstum stark an.

Nachts belüften rettet Fische

Ein Hinweis für die Sauerstoffversorgung: Viele Gartenfreunde schalten
die Belüftungssysteme nachts ab - das ist falsch. Die Teichpflanzen
stellen in der Nacht ihren Stoffwechsel um und verbrauchen Sauerstoff.
Daher ist seine Konzentration in den Morgenstunden besonders niedrig und
gefährdet so das Überleben der Tiere.

Ist der Gartenteich einmal aus dem Gleichgewicht geraten, muss er durch
menschlichen Eingriff wieder reguliert werden. Für den Moment lassen
sich die Algen mit einem Kescher entfernen. Für eine dauerhafte Lösung
bieten sich mehrstufige Filtersysteme an: Sie bauen mit Hilfe von
Mikroorganismen überschüssige Nährstoffe ab und reinigen das Wasser
mechanisch von Schmutz und Grünalgen.

 

Kampf dem Rasenfilz

Zum guten Start in die Vegetationsperiode braucht der Rasen Luft zum Wachsen. Darum gönnen Sie ihm eine Frühjahrskur: Rücken Sie dem Rasenfilz mit einem Vertikutierer zu Leibe.

Im Laufe eines Gartenjahrs bildet sich stets aufs Neue der lästige Filz. Um bis zu einem Zentimeter kann jene Schicht, die großenteils aus abgestorbenen Pflanzenteilen und Schnittgutresten besteht, jährlich anwachsen. Das nicht verrottete Material hat eine dunkelbraune Farbe, verdichtet sich oberhalb der Grasnarbe und macht dem Rasen schwer zu schaffen.

Das Problem:
Nährstoffe, Luft und Wasser können die Rasenwurzeln nur noch schwer erreichen. Die Pflanzen trocknen aus, die Wurzeln verkümmern. Moos macht sich breit und es entsteht ein idealer Nährboden für Rasenkrankheiten, wie zum Beispiel Hexenring oder Schneeschimmel. Charakteristisch für einen betroffenen Rasen sind kränkelnde, hellgrüne Flächen.

Nach sechs Wochen dichter als zuvor

Die Lösung heißt Vertikutieren:
Mit einem handelsüblichen Gerät - einem Vertikutierrechen oder einem Elektrovertikutierer - können Sie die Filzschicht problemlos entfernen. Die Gartenhelfer schneiden Filz und Erdboden senkrecht ein (VERTIKal = senkrecht, CUT = engl.: schneiden). Auf diese Weise wird das unerwünschte Material entfernt. Auch die Lebensadern störender, flach wurzelnder Wildkräuter werden so durchtrennt.

Und so vertikuliert man richtig:
Die Messer des Gerätes sollten so eingestellt werden, dass sie den Boden nur drei bis vier Millimeter tief einschneiden. So werden die Rasenwurzeln nicht geschädigt und zugleich werden die schnell verschleißenden Messer geschont. Ein zuvor gemähter Rasen erleichtert übrigens die Arbeit. Zudem sollte der Boden nicht zu feucht sein.

Ein Rasen sollte beim ersten Vertikutieren mindestens drei Jahre alt sein. Mit ein wenig Dünger kann die anschließende Regeneration der Grasnarbe unterstützt werden. Spätestens sechs Wochen nach der Behandlung ist das Gartengrün dichter denn je.

So nun von Januar bis Dezember für jeden 

Monat Garten - Tipp`s

Garten - Tipp Januar

Kompost abdecken
Zuviel Nässe im Kompost kann den Rotteprozess stören und zu Fäulnis führen. Deshalb deckt man fertigen Kompost den Winter über mit einer festen Folie oder Plane ab. Im Herbst frisch aufgesetztes Grünmaterial braucht für die Kompostierung noch viel Feuchtigkeit und wird nur mit einer dicken Laubschicht abgedeckt

Garten - Tipp Februar

·         Heckenschnitt bei immergrünen Gehölzen.
Immergrüne Laubgehölze ( z.B. Liguster ) und Nadelgehölze vertragen jetzt einen Rückschnitt.

·         Kompost ausbringen.
Ab Ende des Februar wird gut ausgereifter Kompost auf den Gemüseflächen verteilt, jedoch weder eingeharkt noch umgegraben. Er bleibt fingerdick auf der Erdoberfläche liegen.

·         Speisezwiebeln wollen früh nach draußen.
Sie keimen bei Bodentemperaturen ab 2 Grad C und können Ende des Monats gesät werden.

·         Obstgehölze schneiden
Bei frostfreiem Wetter bekomme die Obstgehölze den notwendigen Schnitt.
jetzt sind keine Frostschäden mehr zu befürchten, und die Gehölze sind noch in der Saftruhe. Sobald die Schnittwunden „bluten“, ist die Zeit zum Schneiden vorbei.

·         Tulpenzwiebeln setzen
Ist der Boden frostfrei, können noch Tulpenzwiebeln gesteckt werden.

·         Beete vorbereiten
Legen Sie die Beete so an, daß die Reihen in Nord-Süd-Richtung verlaufen. So bekommt das Gemüse gleichmäßig Licht.

·         Beerenobststräucher
sind jetzt auszulichten, altes oder erfrorenes Holz wird entfernt.

·         Nistkästen für Vögel
Vögel im Garten tragen dazu bei, dass viele Schädlinge erst gar nicht zu einer Plage werden. Fördern Sie deshalb die Vögel durch das Aufhängen von Nistkästen in Ihrem Garten. Für verschiedene Vogelarten sind Nistkästen unterschiedlicher Bauweise geeignet. Bitte achten Sie beim Bau oder Kauf eines Nistkastens darauf. Nistkästen werden mit der Öffnung nach Osten aufgehängt, denn dann werden sie gern von den Vögeln angenommen.

·         Feldsalat ganz einfach mit der Schere ernten

Dazu zieht man die Pflänzchen leicht hoch und schneidet sie unterhalb des Herzens als ganze Rosette ab. Der Feldsalat bleibt so länger frisch.
Die Rosetten lassen sich außerdem besser verlesen als ein Berg einzelner Blättchen. Übrigens: Im Frühbeet oder Folientunnel kann jetzt schon wieder Feldsalat in Reihen ausgesät werden. Er keimt bereits bei niedrigen Temperaturen und wird im April geerntet.

Garten - Tipp März

·         Beste Pflanzzeit.
Jetzt ist Hochsaison für Gehölz- und Staudenpflanzungen.

·         Hecken schneiden.
Immergrüne Hecken werden entweder vor Beginn oder nach Abschluss des Triebwachstums geschnitten, also jetzt im März oder im Herbst ( November ).

·         Stecklinge schneiden.
Stecklinge von immergrünen Kübelpflanzen bewurzeln ab März.

·         Erdbeerbeete in Ordnung bringen.
Vor der Erdbeerblüte kranke und abgestorbene Blätter entfernen. Erde zwischen den Pflanzen lockern.

·         Nistkästen
Wer bisher noch keine Nistkästen aufgehängt hat, und dieses noch tun möchte, sollte sie jetzt, deutlich vor dem Brutbeginn, raushängen. Am Verbreitesten sind die Nistkästen für Meisen, doch gibt es auch eine Reihe andere Nistkasten-Modelle, die im Garten sinnvoll eingesetzt werden können (z.B. Halbhöhlen für die Rotschwänze oder Fledermauskästen). Beachten Sie bitte, dass die Kästen fest angebracht sind, damit sie im Wind nicht schaukeln. Man kann sie ein wenig nach vorne neigen um zu verhindern, dass Regen hineinfällt. Die Öffnung sollte nach Osten oder Südosten zeigen. In einem Garten von unter 500m² sollte nur ein Meisenkasten hängen, um unnötige Konkurrenz zu verhindern. Alle Nistkästen, die noch hängen, sollten Sie spätestens jetzt säubern.

·         Gemüse
kann schon im Freiland gesät werden. Insbesondere: Mangold, Möhren, Radieschen, Spinat und Zwiebeln.

·         Schädlingsbekämpfung
Leimringe um die Obstbäume werden spätestens jetzt befestigt, damit kriechende Schädlinge nicht zur Eiablage in die Krone gelangen. Kragenfäule und Krebs werden jetzt großräumig ausgeschnitten.

·         Jetzt ist Zeit, Kartoffeln (am besten kleine) vorzukeimen. Legen Sie sie auf eine dünne Schicht Erde aus und halten sie feucht. Man kann auch große Knollen vortreiben und dann in Stücke mit je zwei Keimen teilen.

·         Im März kann man noch (gut bewurzelte) Erdbeerpflanzen setzen.

·         Ältere Stauden werden nun geteilt und Rosen, Buchs, Clematis, Sommerflieder, Lavendel, Salbei sowie Hecken geschnitten.

Die Brombeeren müssen von den Alttrieben befreit werden, an den jungen Trieben werden die Seitentriebe eingekürzt.

Garten - Tipp April

Schneiden Sie Gehölze und Zwerggehölze
die im Sommer am neuen Holz Blüten bilden wie das beim Sommerflieder
der Fall ist, zurück.

Garten - Tipp Mai

Garten - Tipp Juni

Tomaten
Bei den Tomaten regelmässig die Geiztriebe (wachsen aus den Blattachseln) ausbrechen. Nicht mehr als 5 bis 6 Fruchtstände pro Pflanze stehen lassen, neue Tomatentriebe entfernen.

Garten - Tipp Juli

Einfach mal die Sommersonne im Garten genießen.

Garten - Tipp August

Garten - Tipp September

Garten - Tipp Oktober

Wie tief Sie die Weinreben herabschneiden, hängt davon ab, wie hoch er ranken soll. Sie können also alle Triebe abschneiden und auch die Stöcke bis auf ca. 10 cm oberhalb der Erde kürzen. Die verbleibenden Pflanzenteile umwickeln Sie zum Schutz gegen Frost am besten mit Stroh. Wenn Sie mit dem Wein z.B. eine Laube umranken wollen, lassen Sie die aufragenden Stöcke und Hauptäste zum größten Teil stehen und entfernen nur die Triebe. In diesem Fall reicht es, den Wurzelstock mit Stroh winterfest zu "verpacken".

Garten - Tipp November

Salbei einkürzen
Um die Hälfte zurückgeschnittene Triebe des Heilkrautes überstehen den Winter besser, als ungekürzte.

Garten - Tipp Dezember

Lagergemüse und -obst ist von nun an regelmäßig zu kontrollieren, damit man Schadhaftes aussortieren kann. Die Lagerstätten müssen, sooft es die Temperaturen erlauben, gelüftet werden.

       

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© Copyright 1999- 2005  by  Manfred Pappert